Es ist wohl die eine Frage, die Niemand ohne Bedacht beantworten möchte. Wie nenne ich meinen Blog? Hört man sich bei Bloggern um, so gibt es unzählige Begründungen für den eigenen Namen. Konzept, Versprecher, Wortspiele -Alles ist dabei! Doch aus welchen Hintergrund auch immer der Blogname letztlich entsteht, die Entscheidung ist für die Ewigkeit.

Lange bevor kunstseiden tatsächlich das Licht der Welt erblicken konnte, war meine Wahl bereits getroffen. Nichts und Niemand hätte mich hiervon abbringen können, denn mein Name ist mehr als ein schöner Schriftzug. Er hat Bedeutung. Und zwar eine sehr große! Der passende und bestimmt nicht ganz unwichtige Bezug zur Mode und die Andersartigkeit als Adjektiv machen meinen Namen für mich zwar perfekt, doch sind dies nur schöne Nebeneffekte. Die wahre Bedeutung steckt in einer Geschichte. In der Geschichte des kunstseidenen Mädchens. Tja, es war nicht meine blühende Fantasie, sondern ein Buch, das meine Entscheidung beeinflusste. „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun erzählt das Leben der jungen Doris. Ein Mädchen aus der Provinz mit großen Träumen! Ihr Herz zieht sie nach Berlin. Die Großstadt, in der sie zum Glanz werden möchte. Ihr altes, für die Welt unbedeutendes Leben für ein glanzvolles Dasein voller Bewunderung der Mitmenschen. Hand aufs Herz- schlummert dieser Traum nicht in jedem Blogger? Wollen wir nicht alle irgendwo, tief im Inneren ein Glanz werden? Doris Willen ihren Traum zu verwirklichen, ist grenzenlos. Mit allen Mitteln versucht sie, ihrer Vorstellung vom Leben näher zu kommen. Bis plötzlich alles anders kommt. Doris erkennt, worum es wirklich im Leben im geht.

Auch ich bin ein kunstseidenes Mädchen. Auch ich habe meine Träume. Doch möchte ich niemals vergessen, woraus Glück wirklich besteht!


Look: Slipdress: H&M (old) / Kimono H&M (new)