Schon lange bevor wir das böse Wort mit P am Anfang kennen, wissen wir bereits um seine negative Energie Bescheid. Im Sinne „früh übt sich“ werden die meisten von uns schon zur Kindergarten mit einem Prinzip konfrontiert, das unser gesamtes Leben bestimmen wird. Man muss Prioritäten setzen können.


Dass Prioritäten nicht nur ein schwieriges Wort ist, das unsere fehlerfreie Aussprache schonungslos auf Probe stellt (es ist schier unmöglich das Wort drei mal nacheinander fehlerfrei auszusprechen… Prioritäten, Priotäten, Pritäten), ist spätestens dann offensichtlich, wenn zum ersten Mal Mama mit mahnender Stimme befiehlt: „Erst wird aufgeräumt, dann gespielt!“ Kommt dann der Tag, an dem man erstmals mit großer Schultüte das Schulgebäude betritt, wird die vergnügliche Seite des Lebens gnadenlos von dem vermeintlich wirklich Wichtigem im Leben verbannt. „Erst die Schultasche ausräumen, dann Hausaufgaben machen, dann aufräumen und dann wird gespielt!“ Mit jedem Jahr nehmen Prioritäten einen immer größeren Teil unseres Lebens ein -und zwar ganz ohne Mama. An ihrer Stelle tritt das gefürchtete schlechte Gewissen (die quasi verinnerlichte Elterninstanz), das sich immer dann meldet, wenn wir uns zu hemmungslos den spaßigen Dingen des Lebens widmen. Zum Beispiel wenn wir unmittelbar vor Prüfungsphase eine neue Serie mit 8 Staffeln je 24 Folgen beginnen. Manchmal retten uns dann die blöden Prioritäten sogar unseren Hintern. Manchmal aber muss man seine Prioritäten schlichtweg anderweitig setzen, um das echte Leben nicht zu verpassen. Einfach mal die Nacht durchmachen statt ausgeschlafen und fit zur Arbeit zu gehen. Oder einen hübschen Tüllrock mit Nylonstrumpfhose anziehen statt ein Temperatur entsprechendes Outfit samt Schneeboots.

Outfit

Coat: Zara (similar here and here)

Top. Zara (similar here and here)

Tulle skirt: Zara (similar here and here)

Boots: Zara (similar here and here)

Bag: Zara (similar here)