Nachdem mir meine Schwangerschafts-App heute freudig verkündete, dass es nun nur noch 100 Tage sind, bis wir unseren kleinen Mann begrüßen dürfen, und zudem so langsam mit Eintritt in das dritte und letzte Trimester der offizielle Countdown zur Geburt startet – was ich übrigens noch gar nicht realisieren kann-wird es Zeit für einen ersten kurzen Rückblick, in dem ich erzählen möchte, welche Gefühle und Ereignisse mich und meine Schwangerschaft besonders geprägt haben.

 

Mein erstes Trimester

Das erste Trimester meiner Schwangerschaft verging wie im Flug! Was allerdings hauptsächlich daran lag, dass ich erst ziemlich spät von meinem kleinen Bauchbewohner erfahren habe. Nach einem ersten negativen Test – trotz Vorahnung und verspäteter Tage (die übrigens keine Tage waren, sondern bereits Einnistungsblutungen, was ich aber erst später erfahren habe) – erhielt ich meinen ersten positiven Schwangerschaftstest erst vier Wochen später, als ich mich bereits in der 8.Woche befand. Die ersten zwei Wochen mit der Bestätigung, tatsächlich bald ein Baby zu bekommen, verliefen wie in Trance (mehr zu meinen ersten Gefühlen und Gedanken findet ihr hier). Dazu quälten die Unsicherheit und Zweifel: Bin ich auch wirklich schwanger oder freuen wir uns zu früh? Geht es dem Kleinen gut? Bleibt er auch wirklich da drin?  Ja, die ersten 12 Wochen sind trotz aller Freude und Überwältigung vor allem eine Zeit der Angst. Eine Zeit, in der man dem Glück so nah ist und man zugleich weiß, wie zerbrechlich es ist, wie schnell alles wieder vorbei sein könnte. Umso schöner und überwältigender war der erste Ultraschall in der 10.Woche. Für den Moment, in dem man zum ersten Mal sieht, dass im eigenen Körper wirklich etwas lebt, ein kleiner Mensch entsteht, finde ich keine Worte. Es gibt keine Worte! Für alle Harry Potter Fans: Das wäre der Gedanke, der meinen Patronus-Zauber unzerstörbar machen würde! Als wir unser kleines Gummibärchen zum ersten Mal sahen, war alles anders. Von diesem Augenblick siegte die Freude über die Ängste. Und endlich begannen wir unser Glück mit gutem Gefühl mit unserem Umfeld zu teilen.

 

Mein zweites Trimester

Kaum hatten wir überhaupt realisiert, wirklich ein Baby zu bekommen, begann auch schon das zweite Trimester. Eine Zeit, in der wir uns langsam in der Rolle als werdende Eltern eingefunden haben. Und eine Zeit, in dem nicht nur gedanklich die Schwangerschaft realer wurde. Hallo, Mini-Bauch! Zwar konnte man bei mir einen ersten kleinen Bauch erst um die 17.Woche wirklich erkennen, doch begann die körperliche Veränderung schon viel früher. Nachdem bereits im ersten Trimester meine BHs zu spannen begannen, war im  zweiten Trimester der endgültige Abschied von ihnen mehr als notwendig! Und auch die ersten Jeans waren zwar noch durchaus verschließbar aber keineswegs mehr bequem! Beinah schleichend verändert sich der eigene Körper und fordert nach und nach ein Löchlein mehr im Lieblingsgürtel. Und dann kommt plötzlich der Tag, an dem der erste sagt: Jetzt sieht man’s aber! Das war bei mir auch der Tag, an dem die Hosen das Kriegsbeil ausgruben und sich meine weiten Kleider und erste Umstandsstrumpfhosen (der Bauch wird hier nicht rücksichtslos eingeklemmt und der Bund reicht hier bis unter die Brust) als wahre Freunde erwiesen. Und noch etwas geschah! Ebenfalls in der 17.Woche hüpfte zum ersten Mal ein kleines Fröschlein in meinem Bauch herum! Was zu Beginn noch eine echte Rarität war, wurde bis zum Ende des zweiten Trimesters zum stündlichen Ritual. Statt zarter Berührungen von Innen sind es nun  kampfsportartige Bewegungen, die einen um den Schlaf bringen können. Der Moment, in dem man nicht nur weiß und sieht, dass im eigenen Bauch tatsächlich ein kleines Baby wohnt, sondern spürt, wie es sich bewegt, war für mich der bedeutendste Augenblick des zweiten Teils der Schwangerschaft. Übrigens waren die vergangenen Wochen nicht nur für mich von vielen Veränderungen geprägt, auch mein Liebling begann so langsam zu realisieren, dass er bald Vater wird. Kurz nachdem wir erfuhren, dass wir einen kleinen Jungen bekommen, was ihn natürlich unendlich freute und zudem seine Vorstellung, von dem, was gerade passiert und uns unmittelbar bevorsteht, deutlich realer werden lies, spürte nun auch er in der 20. Woche das erste Mal die Tritte seines kleinen Sohnes.